Individuelle Reiseidee
Ker&Downey - Kalahari & Okavango Delta
10 Tage Flugsafari inkl. Kalahari und Okavango Delta

Botswana entdecken
Safari in der Zentralkalahari auf den Spuren der Buschmänner
Mitglied der ASAAnerkannte Spezialisten
Persönliche BeratungDas Team von Afrika Tours
Reiseziel im Überblick
Mitten im Herzen Botswanas liegt das Central Kalahari Game Reserve, ein gewaltiges Schutzgebiet in der Kalahari-Wüste. Mit einer Fläche von rund 52.800 km² – das ist größer als viele europäische Länder – gehört es zu den größten Wildschutzgebieten Afrikas. In internationalen Publikationen wird es häufig als das zweitgrößte Wildschutzgebiet bezeichnet.
Wer hier unterwegs ist, erlebt Wildnis pur: sanfte Sanddünen, offene Grasflächen, verlassene Salzpfannen und scheinbar endlose Horizonte. Das Reservat liegt in einer Halbwüste, in der Tierwelt, Landschaft und Menschen seit Tausenden von Jahren miteinander verflochten sind. Im Süden schließt das kleinere Khutse Game Reserve direkt an – gemeinsam bilden beide Gebiete eine der wichtigsten Schutzlandschaften Botswanas.
Das Central Kalahari Game Reserve liegt im geografischen Zentrum Botswanas, weit entfernt von Küste und größeren Städten. Die nächsten touristischen Drehkreuze sind Maun im Nordwesten und Ghanzi im Westen. An der Ostseite fungiert die kleine Ortschaft Rakops als wichtiger Versorgungsstopp vor dem Park. Von dort führt eine Piste zum Matswere Gate, dem wichtigsten Eingang im Nordosten des CKGR. Weitere Gates sind das Xade Gate im Westen sowie Zugänge im Süden in Richtung Khutse.
Die Landschaft besteht aus leicht gewellten Ebenen mit kniehohem Gras, Sträuchern und einzelnen Bäumen. Fossile Flüsse haben breite Täler hinterlassen, die heute als Deception Valley, Passarge Valley oder Letiahau bekannt sind. Diese Täler können sich in guten Regenjahren kurzfristig mit Wasser füllen und werden dann zu wichtigen Lebensadern. Dazwischen liegen zahlreiche Salzpfannen wie Deception Pan, Sunday Pan oder Tau Pan – flache, offene Flächen, die im Deutschen treffend als Pfannen bezeichnet werden. In der Trockenzeit wirken sie staubig und karg, in der Regenzeit verwandeln sie sich in grüne Oasen inmitten der Halbwüste.
Trotz ihres Namens ist die Kalahari keine klassische Sandwüste, sondern eine trockene Savannenlandschaft. Viele Tiere und Pflanzen sind hervorragend an das Leben in der Halbwüste angepasst. Sie kommen mit wenig Oberflächenwasser aus, nutzen tiefe Wurzeln oder können lange ohne offene Wasserstellen auskommen. Die Gegend wirkt für Reisende zunächst ruhig und leer, doch mit etwas Geduld offenbart sich eine erstaunlich vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.
Die Kalahari war seit jeher die Heimat indigener Gemeinschaften. Die Buschleute, die oft als San bezeichnet werden, lebten hier über viele Jahrhunderte als Jäger und Sammler in einer Umgebung, die von außen oft lebensfeindlich wirkt. Ihre Spuren reichen Tausende Jahre zurück, lange bevor Grenzen gezogen oder Schutzgebiete ausgewiesen wurden.
Im Jahr 1961 wurden große Teile der Zentralkalahari zum Schutzgebiet erklärt, aus dem sich das heutige Central Kalahari Game Reserve entwickelte. Ursprünglich sollte das Gebiet den San einen gesicherten Lebensraum bieten. Nach der Unabhängigkeit setzte die Regierung Botswanas den Schutz unter dem Department of Wildlife and National Parks fort. Mit der Zeit prallten jedoch unterschiedliche Interessen aufeinander: Naturschutz, Viehzucht, mögliche Bodenschätze und die Rechte der lokalen Bevölkerung. Umsiedlungen, Gerichtsverfahren und Debatten um die Rolle der Buschleute im modernen Botswana sorgten international für Aufmerksamkeit.
Noch heute leben Familien am Rand oder innerhalb des Schutzgebiets. Einige von ihnen arbeiten als Fährtenleser:innen oder Kultur-Guides für Lodges und mobile Safaris. Bei geführten Spaziergängen durch den Busch zeigen sie beispielsweise, wie man Spuren liest, Wasser aus Pflanzen gewinnt oder mit einfachsten Mitteln Feuer macht. Wer diese Begegnungen respektvoll und nicht als „Vorführung“ versteht, erhält einen tiefen Einblick in Lebensweisen, die eng mit dieser Landschaft verbunden sind.
Die Tierwelt im Central Kalahari Game Reserve unterscheidet sich deutlich von der in klassischen Fluss- oder Delta-Regionen. Anstelle großer Elefanten- oder Büffelherden sieht man hier vor allem an das Trockengebiet angepasste Tiere. Zu den typischen Pflanzenfressern zählen Springböcke, Gnu-Herden, Eland-Antilopen und andere Antilopenarten, die in kleinen Gruppen durch das gelbe Gras ziehen. Im nördlichen Teil des Parks, wo Böden und Vegetation etwas nährstoffreicher sind, ist die Tierdichte höher als weiter südlich.
Das Spektrum der Raubtiere ist dennoch beeindruckend. Der Afrikanische Löwe mit seiner charakteristischen schwarzen Mähne gilt als Ikone der Kalahari; sein Brüllen ist nachts über viele Kilometer zu hören. Geparden und andere schnelle Jäger nutzen das leicht erhöhte Terrain und das hohe Gras in Gebieten wie dem Deception Valley, um sich unbemerkt an ihre Beute heranzuschleichen. Ein weiteres Raubtier sind Leoparden, die tagsüber gern im Schatten einzelner Bäume ruhen.
Daneben prägen kleinere, oft unterschätzte Arten das Bild: Löffelhunde graben nach Insekten und Termiten, während Erdmännchen aufrecht vor ihren Bauten Wache stehen und die Gruppe warnen, sobald sich Gefahr nähert. Eine besondere Spezialistin für diese Halbwüste ist die braune Hyäne, die im Englischen „Brown Hyena” genannt wird. Auch andere Hyänen sind unterwegs und hinterlassen insbesondere an den Wasserlöchern typische Spuren und Geräusche. Immer wieder taucht eine Giraffe am Horizont auf, die sich an den Blättern einzelner Akazien gütlich tut.
Vogelfreundinnen und -freunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Vom Sekretär bis zu verschiedenen Adler- und Falkenarten kreisen zahlreiche Vögel über den Ebenen. Während der Regenzeit wirkt die Tierwelt besonders lebendig, da viele Arten den frischen Graswuchs nutzen. Jede Sichtung – ob weit entfernt oder direkt neben dem Fahrzeug – fühlt sich in dieser offenen Landschaft sehr intensiv an, da man meist kaum andere Fahrzeuge sieht.
Das Klima im Central Kalahari Game Reserve ist von großen Temperatur- und Niederschlagsschwankungen geprägt. Die Regenzeit dauert in der Regel von etwa November bis April. In dieser Zeit ziehen Wolkenbänder über die Ebene, Gewitter bringen kurz, aber heftigen Regen und die zuvor staubige Landschaft ergrünt. Gräser schießen in die Höhe, viele Pflanzen blühen und die Tierwelt folgt dem frischen Futter. Wer in der Regenzeit reist, erlebt die Kalahari in einem überraschend farbenfrohen Gewand.
Von Mai bis Oktober herrscht Trockenzeit. In vielen Reiseplanungen gilt dieser Zeitraum als beste Reisezeit, da sich die Tiere dann an den wenigen verbliebenen Wasserstellen konzentrieren. Die Nächte können kühl bis frostig sein, tagsüber steigen die Temperaturen jedoch schnell an. Die Luft ist trocken und klar, sodass Sternenhimmel und Sonnenuntergänge besonders eindrucksvoll sind. In dieser Phase sind viele Pisten gut befahrbar, während in den sehr nassen Monaten einzelne Strecken schwer passierbar sein können.
Welche Reisezeit sich am besten eignet, hängt von den persönlichen Erwartungen ab: Viel Grün, Jungtiere und spektakuläre Wolkenbilder sprechen eher für die Regenzeit, während trockene Bedingungen und planbare Tierbeobachtungen eher für die Trockenzeit sprechen. Anders als in manchen anderen Regionen Botswanas ist die Besucherzahl im Central Kalahari Game Reserve zu jeder Jahreszeit überschaubar – ein Vorteil für alle, die Einsamkeit und Ruhe suchen.
Unterkünfte im Central Kalahari Game Reserve sind vergleichsweise selten und verteilen sich auf wenige Lodges und eine Reihe einfacher Campsites. Wer eine feste Unterkunft bevorzugt, wählt meist eine Lodge im Norden des Parks oder an seinen Grenzen. Besonders bekannt ist das Tau Pan Camp an der gleichnamigen Tau Pan. Von hier blicken Reisende weit über eine offene Pfanne und ein künstliches Wasserloch lockt Tiere direkt vor die Terrasse.
Ein weiteres hochwertiges Camp im Inneren des Reservats ist das Kalahari Plains Camp. An der Nordgrenze, auf einem privaten Schutzgebiet, liegt die Dinaka Safari Lodge, die sich gut mit einem Aufenthalt im Central Kalahari Game Reserve kombinieren lässt. In der Umgebung des Parks befinden sich zudem private Reservate wie das Deception Valley Private Reserve mit der Deception Valley Lodge. Hier werden klassischen Pirschfahrten häufig zusätzliche Aktivitäten wie Nachtfahrten, Buschwanderungen mit Fährtenlesern oder Sternenbeobachtungen kombiniert.
Die Anreise erfolgt in der Regel mit einem geländegängigen Fahrzeug. Von Maun aus führt eine Route über Rakops zum Matswere Gate. Von dort aus sind es noch einige Stunden Fahrt bis zu den beliebten Bereichen rund um das Deception Valley und den Sunday Pan. Das Xade Gate ist von Westen her erreichbar, häufig in Verbindung mit der Strecke über Ghanzi. Im südlichen Abschnitt verbindet eine Piste das CKGR mit dem Khutse Game Reserve.
Das Khutse Game Reserve grenzt unmittelbar südlich an das CKGR. Es ist deutlich kleiner und von Gaborone aus leichter erreichbar, weshalb es ein beliebtes Ziel für Wochenendtouren der Hauptstädter ist. Landschaftlich erinnert es an den Süden der Zentralkalahari mit offenen Grasflächen, einzelnen Pans, niedrigen Dünenzügen und weiten Horizonten. Zu den hier lebenden Tieren gehören Springböcke, Gnus, Eland-Antilopen und verschiedene Raubtiere, darunter Löwen und Hyänen.
Eine mehrtägige Durchquerung von Khutse in den nördlichen Teil des Central Kalahari Game Reserve ist möglich, erfordert jedoch eine ausgezeichnete Vorbereitung, Erfahrung und entsprechende Genehmigungen. Die Distanzen zwischen den einzelnen Camps sind groß und unterwegs gibt es keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Deshalb planen viele Reisende Khutse entweder als eigenständige Station oder kombinieren es mit Flugsafaris in andere Regionen Botswanas.
Das Central Kalahari Game Reserve richtet sich an Reisende, die Abgeschiedenheit, weite Landschaften und intensive Naturerlebnisse suchen. Im Vergleich zu anderen Regionen Botswanas ist die Infrastruktur reduziert, dafür ist das Gefühl, „allein in der Wildnis“ zu sein, besonders stark. Wer bereit ist, Zeit in Anreise, Planung und langsames Unterwegssein zu investieren, wird mit eindrücklichen Sternennächten, besonderen Tierbegegnungen und Einblicken in die Kultur der Buschleute belohnt.
Ob als Baustein einer größeren Rundreise durch Botswana oder als Schwerpunkt einer Kalahari-Safari: Die Zentralkalahari mit dem Central Kalahari Game Reserve und dem Khutse Game Reserve ist ein Reiseziel für Menschen, die die leisen, weiten Seiten des südlichen Afrikas schätzen und die Wildnis nicht nur sehen, sondern mit allen Sinnen erleben möchten.
Am beliebtesten bei Besuchern ist das Deception Valley im Norden des Reservats. Es lässt sich bequem vom Matswere Gate aus erreichen und verfügt über ein eigenes Flugfeld. Dank des üppigen Graslands zieht das Tal besonders viele Pflanzenfresser und Raubtiere an. Im Herzen der Reserve ist der Tierbestand weniger dicht.
Zur Orientierung
Botswana weiter entdecken
Weitere vorgestellte Reiseziele, nach räumlicher Nähe zu Central Kalahari Game Reserve geordnet.
ca. 230 km Luftlinie
ca. 270 km Luftlinie
ca. 360 km Luftlinie
Nach räumlicher Nähe geordnet. Die gerundete Luftlinie zwischen den hinterlegten Orientierungspunkten ist keine Fahrstrecke oder Campentfernung. Passende Transfers planen wir individuell.
Regionen zu Ihrer Reise verbindenPersönliche Planung
Welche Reisezeit stellen Sie sich vor? Was möchten Sie in Botswana erleben? Erzählen Sie uns von Ihren Vorstellungen.