Jamie L.
Mehrere örtliche Unternehmen winkten ab, in jeder Hinsicht,- nicht alleine, nicht jetzt, nicht Botswana und schon gar nicht ohne ein Jahr Vorlauf.
Dann geriet ich im Internet an AFT. Ein Glücksgriff. Alle Probleme lösten sich in Luft auf und die Reise mit einem Top- Routenvorschlag stand innerhalb eines Monats. In vielen Telefonaten wurden alle Anfängerfragen geduldig und kompetent beantwortet.
Als es dann losging und wir schon in Johannesburg aufgrund eines Gate – Wechsels den Anschlussflieger nach Maun verpassten, war ein Anruf genug, um auch nach Feierabend noch den Flug umzuswitchen und uns in Botswana einen Tag zu verlegen.
Von da an klappte alles hervorragend. Unser Auto, der Landcruiser mit Hubdach, war das perfekte Zuhause für solch ein Abenteuer. Er hat uns nicht einmal im Stich gelassen, obwohl wir ihn ganz schön gequält haben. Piste, Tiefsand, Wasserdurchfahrten, - wir wollten ihn am Ende gar nicht mehr hergeben.
Kubu-Island hatten wir durch Corona ganz für uns alleine und damit die gesamte Galaxie. Unbeschreiblich. Im Chobe waren abends 500 Elefanten am Fluss, die gleiche Menge hatten wir tagsüber schon gesehen. Savuti hatte nicht nur 15köpfige Löwenrudel, sondern auch jede Menge lustige Mangusten, Baumhörnchen und die „flying red chillies“ -Rotschnabeltoko zum Frühstück am Tisch. Moremi überraschte uns mit so viel Wasser und der entsprechenden Vogelwelt und natürlich Hippos all over, wie wir nie erwartet hätten. Nur die „Third Bridge“ haben wir sehr vermisst, die gibt’s wohl schon 2 Jahre lang nicht mehr.
Khwai hingegen toppte alles mit seiner Atmosphäre. Keine Verbote wie im Nationalpark, Nachtfahrten und Wandern ist möglich, wenn man sich traut. Aber im Prinzip setzt man sich ans Auto und grillt und sie kommen alle vorbei. Elefanten 3m neben uns, ein Rudel Wildhunde stellt sich ein, Hippos im Vorgarten. Es gehen Wünsche in Erfüllung, auf die ich nie gekommen wäre.
Die Royal Tree Lodge in der wir verstaubten Gesellen auf unseren PCR-Test warteten mutete uns uns seltsam luxuriös-zivilisiert an. Aber die Ritte zwischen Giraffen, Gnus und Zebras waren dann ein abrundender Hochgenuss, ein morgentlicher Galopp am Thamalakane vorbei an Flusspferdem und Krorodilen ein letztes Abenteuer vor dem Abflug nach Hause.
Wir sind böse afrika-infiziert.
Noch mal vielen Dank fürs möglich machen.
Jamie L. und Wolli