Okavango Delta
Informationen und Wissenswertes zum UNESCO Weltnaturerbe & größten Binnendelta der Welt
Das Okavango-Delta in Botswana gilt als eines der eindrucksvollsten Naturgebiete Afrikas. Im Nordwesten des Landes breitet sich ein riesiges Netz aus Kanälen, Lagunen, Inseln und Überflutungsflächen aus – ein Delta, das nicht im Meer mündet, sondern in der Kalahari-Wüste versickert. Das größte Binnendelta der Welt ist UNESCO-Weltnaturerbe und ein Magnet für alle, die auf Safari ursprüngliche Wildnis erleben möchten. Wer eine Reise nach Botswana plant, kommt an diesem außergewöhnlichen Ökosystem kaum vorbei.
Okavango Delta Reisen & Safaris
Überblick: Fluss im südlichen Afrika und größtes Binnendelta der Welt
Der Okavango ist ein Fluss im südlichen Afrika. Er entspringt im Hochland Angolas und erreicht nach vielen Hundert Kilometern schließlich Botswana. Anstatt im Meer zu münden, fächert er sich im Nordwesten des Landes zu einem weit verzweigten Delta auf und beginnt zu versickern. Millionen von Litern Wasser münden hier jedes Jahr in einer flachen Senke, wo sie im sandigen Untergrund der Kalahari-Wüste nach und nach verschwinden.
Aufgrund des jahreszeitlich schwankenden Niederschlags im Hochland Angolas schwankt der Wasserstand im Delta deutlich. Aus der Luft wird sichtbar, wie sich ein Mosaik aus Wasserarmen, Inseln und Überflutungsflächen bildet, das je nach Jahreszeit ganz unterschiedlich aussieht. In der Flutphase erreicht das Binnendelta eine Ausdehnung von rund 15.000 Quadratkilometern und gehört damit zu den größten zusammenhängenden Feuchtgebieten Afrikas. Es ist ein Schlüsselgebiet für die Flora und Fauna der gesamten Region.
Das Delta ist ein sehr sensibles Ökosystem. Permanente Flussarme und Lagunen wechseln sich mit saisonal gefluteten Ebenen ab. In den höheren Lagen dominieren Busch- und Baumsavannen, weiter im Inneren des Deltas bestimmen Papyrus, Schilf und Seerosen das Bild. Die Kombination aus Wasser, Inseln und Trockenflächen schafft Lebensraum für eine außergewöhnliche Vielfalt an Wildtieren.
Landschaft, Kanäle und Lagunen des Deltas
Charakteristisch für das Okavango-Delta sind seine labyrinthartigen Kanäle, die sich zwischen Palmeninseln, Grasflächen und Sandbänken hindurchschlängeln. Manche Wasserläufe führen permanent Wasser, andere füllen sich nur saisonal, wenn die Flutwelle aus Angola langsam ins Landesinnere Botswanas vordringt. Dazwischen liegen offene Lagunen, in denen sich Wolken und Schilfgürtel spiegeln, während Flusspferde ihre Reviere verteidigen.
Die verschiedenen Regionen des Deltas bieten sehr unterschiedliche Eindrücke: Im Norden ist das Wasser oft tiefer, die Kanäle sind breiter und von ausgedehnten Schilfflächen gesäumt. Weiter südlich, in der Nähe des Rands der Kalahari, treten trockenere Zonen auf, in denen sich Sandinseln, Trockenwälder und Grasland abwechseln. Gerade dieser Wechsel macht den Reiz des Deltas aus und lässt die Landschaft immer wieder neu erscheinen.
Trotz seiner großen Ausdehnung wirkt das Okavango-Delta erstaunlich unberührt. In vielen Gebieten ist die Zahl der Besucher begrenzt und die private Nutzung durch wenige Camps und Lodges sorgt dafür, dass der Wildnischarakter erhalten bleibt. Wer hier unterwegs ist, erlebt nicht nur beeindruckende Wasserlandschaften, sondern auch eine der intaktesten Wildnisregionen Afrikas. Auf den Pisten sind Fahrzeuge oft nur selten zu sehen.
Tierwelt im Okavango-Delta
Das Okavango-Delta zählt zu den wildreichsten Gebieten Botswanas. Die Tierwelt profitiert von der Kombination aus Wasser, frischem Gras und geschützten Wäldern. Auf den überschwemmten Ebenen grasen große Herden von Rot- und Lechwe-Antilopen, Gnus und Zebras, während zwischen den Bäumen Giraffen, Kudus und Impalas ziehen. Hier finden fast alle Antilopen und Giraffen passende Lebensräume. Insgesamt leben im Delta über 160 Säugetierarten, für viele von ihnen ist es eines der wichtigsten Rückzugsgebiete im südlichen Afrika.
Bei einer Safari können Sie mit etwas Glück alle großen Raubtierarten beobachten. Löwen, Leoparden und Geparde nutzen die dichte Vegetation und die Uferbereiche, um Beute zu machen. Auch Hyänen und afrikanische Wildhunde sind in einigen Regionen regelmäßig zu sehen. In dieser Landschaft hat jedes Raubtier seine eigene Strategie: Sei es das plötzlich angreifende Löwenrudel oder der ausdauernd jagende Wildhund.
In den höher gelegenen Bereichen des Moremi Game Reserve und der angrenzenden privaten Konzessionen sind Elefanten und Büffel allgegenwärtig – im Schatten der Mopanebäume, auf den Schwemmebenen oder beim Schwimmen durch flache Kanäle. Manchmal zieht ein einzelnes Wildtier gemächlich an einem Boot vorbei, manchmal bewegt sich eine ganze Herde durch das Wasser.
Das Delta ist zudem ein Paradies für Flusspferde und Krokodile. Während ein Krokodil oft reglos am Ufer liegt, nutzen Flusspferde die tieferen Lagunen und die Hauptkanäle als Rückzugsgebiete und zeigen ihre Präsenz mit lauten Rufen an. Für Vogelfreunde zählt das Gebiet zu den Höhepunkten Afrikas: Rund 500 Vogelarten wurden hier nachgewiesen, darunter seltene Wat- und Schreitvögel sowie bunte Eisvögel und Bienenfresser. Für nahezu jede Vogelart findet sich ein passender Lebensraum, sei es im Papyrusdickicht oder auf den offenen Wasserflächen.
Insgesamt kommen im Okavango-Delta mehrere Hundert Säugetierarten, mindestens 150 Reptilien- und Amphibienarten sowie eine beeindruckende Vielfalt an Insekten vor – ein einzigartiger Ausschnitt afrikanischer Flora und Fauna. Besonders eindrücklich sind die Momente, in denen Wildtiere und Landschaft gemeinsam wirken: ein Elefant, der gemächlich einen Kanal durchquert, ein Löwenrudel, das am Rand einer Lagune ruht, oder ein einzelnes Wildtier, das im Gegenlicht der untergehenden Sonne die Ebene quert. Für die Tierbeobachtung auf höchstem Niveau ist das Okavango-Delta eine der ersten Adressen weltweit.
Regionen des Deltas und private Konzessionen
Das Delta gliedert sich in mehrere Regionen, die sich landschaftlich und hinsichtlich der Safari-Erlebnisse unterscheiden. Im Nordwesten liegt der sogenannte Panhandle, ein langgestreckter Abschnitt des Okavango, der eher wie ein breiter Flusslauf wirkt. Von hier aus verzweigt sich das Wasser in das eigentliche Delta mit seinen Inseln und Überflutungsflächen.
Ein Kerngebiet für Safaris ist das Moremi Game Reserve. Es schützt die Übergangszone zwischen dem Okavango-Delta und der Kalahari und verbindet permanente Wasserbereiche mit trockener Savanne. In diesem Mosaik aus Sümpfen, Dauerlagunen und Buschland sind Elefantenherden, Büffel, Löwen, Leoparden und zahlreiche Antilopenarten heimisch.
Mitten im Delta liegt Chief’s Island, die größte Insel des Okavango-Deltas. Sie ist bekannt für ihre hohen Wildtierdichten und einige besonders exklusive Camps. Hier lassen sich Raubtierbeobachtungen oft mit eindrucksvollen Wasserlandschaften verbinden. Auch das Khwai-Gebiet am nordöstlichen Rand des Deltas hat sich einen Namen gemacht: Es grenzt direkt an das Moremi Game Reserve und verbindet Flussläufe mit tierreichen Schwemmebenen.
Rund um die Schutzgebiete liegen private Konzessionen, in denen nur wenige Lodges betrieben werden. Die Betreiber begrenzen die Zahl der Gäste und Fahrzeuge, sodass Pirschfahrten meist ohne große Ansammlungen anderer Fahrzeuge stattfinden. Für Reisende, die Abgeschiedenheit, Wildnis und hochwertig gestaltete Safaris exklusiv erleben möchten, bieten diese privaten Konzessionen einen idealen Rahmen.
Klima und beste Reisezeit für das Okavango-Delta
Das Klima im Okavango-Delta ist subtropisch und wird von zwei deutlich ausgeprägten Jahreszeiten bestimmt. Die Regenzeit reicht im Allgemeinen von November bis April. In dieser Zeit bringen Gewitter und kräftige Schauer frisches Wasser in die Trockenlandschaften Botswanas. Die Vegetation explodiert förmlich, viele Wildtiere bekommen Nachwuchs und das Delta präsentiert sich in seiner grünsten Pracht.
Zwischen Mai und Oktober dominiert die Trockenzeit. Dann fällt kaum Niederschlag und die Nächte können in den Wintermonaten kühl werden. Gleichzeitig füllt eine Flutwelle aus dem Hochland Angolas das Delta von Norden her. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als klassische Reisezeit für das Okavango-Delta, da sich viele Tiere an den verbleibenden Wasserstellen konzentrieren und die Vegetation niedriger ist.
Als beste Reisezeit werden häufig die Monate Juni bis September genannt. Die Tage sind meist klar und sonnig, die Temperaturen sind angenehm und die Bedingungen für Tierbeobachtungen sind hervorragend. Wer die Übergangsmonate bevorzugt, kann von Mai bis Oktober spannende Kontraste erleben, wenn sich die Wasserflächen ausbreiten und wieder zurückziehen.
Die Reisezeit für das Okavango-Delta lässt sich jedoch nicht auf wenige Wochen reduzieren. Das Delta ist ganzjährig bereisbar und jede Saison hat ihren eigenen Charakter. Zwischen November und April dominieren Wolkenstimmungen, Gewitterfronten und frisches Grün. In dieser Phase sind auch viele Zugvögel zu beobachten. Die beste Reisezeit hängt daher stark von den persönlichen Vorlieben ab: spektakuläre Wasserlandschaften, eine hohe Konzentration an Wildtieren oder ein Vogelparadies in der Regenzeit – alles ist möglich.
Safari-Erlebnisse und Wasseraktivitäten
Bei einer Safari im Okavango-Delta erleben Sie die Landschaft aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Bei klassischen Pirschfahrten im offenen Geländewagen fahren Sie über trockene Ebenen, durch Mopane- und Akazienwälder und entlang flacher Wasserläufe. Frühmorgens und gegen Abend sind die Chancen besonders gut, Raubtiere zu sehen, da sie dann auf der Suche nach Beute sind.
Typisch für das Okavango-Delta sind zudem Wasseraktivitäten. In einem Mokoro, einem traditionellen Einbaumboot, das heute meist aus modernen Materialien gebaut wird, gleiten Sie lautlos durch schmale Kanäle. Zu hören ist nur das leise Eintauchen der Stange, mit der der Poler das Boot steuert. So lassen sich Flusspferde, Krokodile, Wasservögel und andere Wildtiere aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel beobachten.
Bootsfahrten auf breiteren Wasserarmen und in größeren Lagunen ergänzen das Angebot. In vielen Gebieten kombinieren die Lodges und Camps Pirschfahrten zu Land mit Ausflügen aufs Wasser sowie geführten Buschwanderungen. Ob eine Aktivität angeboten werden kann, hängt von der Jahreszeit und den Wasserständen ab. Manche Kanäle sind nur saisonal schiffbar, andere führen ganzjährig Wasser.
Das Delta bietet eine große Bandbreite für intensive Tierbeobachtung. In einigen Regionen stehen die Wasser- und Vogelwelt im Vordergrund, während sich in anderen Gebieten des Okavango-Deltas große Säugetierherden konzentrieren, denen Raubtiere auf Schritt und Tritt folgen. Allen Erlebnissen ist gemeinsam, dass sie nah an der Natur stattfinden und die Wildnis immer präsent bleibt.
Anreise ins Herz des Deltas und Fortbewegung vor Ort
Tor zum Okavango-Delta ist in der Regel die Stadt Maun. Sie liegt am südlichen Rand des Deltas und verfügt über einen internationalen Flughafen, der von verschiedenen Flughäfen im südlichen Afrika aus erreichbar ist. Von hier aus geht es meist per Kleinflugzeug weiter in die einzelnen Gebiete, oft direkt bis zu einer Sandpiste neben dem ausgewählten Camp. Der kurze Flug eröffnet einen ersten Eindruck vom Ausmaß des Deltas. Aus der Luft wird das Netz aus Kanälen und Lagunen besonders gut sichtbar.
Bei einer Reise durch das Delta ist man häufig auf eine Kombination aus Geländewagen, Boot und Kleinflugzeug angewiesen. Straßen gibt es nur am Rand, im Herzen des Deltas sind Fahrwege oft nur saisonal befahrbar oder sie wechseln je nach Wasserstand. Viele Gebiete sind ausschließlich auf dem Luftweg erreichbar. Gerade diese relative Abgeschiedenheit trägt dazu bei, dass große Teile des Okavango-Deltas ihren Wildnischarakter bewahren konnten.
Okavango Delta Karte
Unterkünfte: Lodges und Camps im Okavango-Delta
Eine Unterkunft im Okavango-Delta bedeutet in der Regel das Nächtigen in kleinen, naturnahen Lodges und Camps. Die Bandbreite reicht von komfortablen Zeltcamps auf erhöhten Holzplattformen bis zu sehr exklusiv gelegenen Lodges mit nur wenigen Zeltsuiten. Ihnen allen gemein ist, dass sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen und großen Wert auf Nachhaltigkeit legen.
Viele Lodges und Camps befinden sich auf privaten Konzessionen oder in abgelegenen Bereichen des Moremi-Wildreservats. Die Zahl der Gäste ist bewusst begrenzt und häufig teilen sich nur wenige Fahrzeuge ein großes Gebiet. So bleibt Raum für ruhige Tierbeobachtungen und Begegnungen mit Löwen, Elefanten oder anderen Wildtieren werden selten von vielen Fahrzeugen begleitet.
Die Unterkünfte fungieren zugleich als Ausgangspunkt für Safari-Aktivitäten. Von hier aus starten Pirschfahrten, Bootsfahrten, Mokoro-Touren oder Buschwanderungen. Einige Camps liegen direkt an einer Lagune oder einem Hauptkanal, andere befinden sich in etwas höher gelegenen Positionen nahe der Kalahari. So lässt sich je nach Interesse eine Unterkunft wählen, bei der Wasserlandschaft, Trockenebenen oder eine Mischung aus beiden im Vordergrund stehen.
Okavango-Delta-Reisen – Safari in unberührter Wildnis
Okavango-Delta-Reisen verbinden vielfältige Landschaftseindrücke mit intensiven Naturerlebnissen. Ob als reine Safari im Delta, in Kombination mit dem Chobe-Nationalpark oder als Teil einer größeren Route durch das südliche Afrika – die Tage im Delta zählen für viele Reisende zu den Höhepunkten der gesamten Reise.
Das Delta bietet eine besondere Mischung aus Wasserwelt, Savanne und Wildnis. Der Okavango-Fluss, der in der Kalahari-Wüste versickert, schafft ein einzigartiges Ökosystem, in dem Wildtiere, Pflanzen und Menschen seit Jahrhunderten zusammenleben. Zwischen Kanälen, Palmeninseln und Schwemmebenen ergeben sich immer wieder neue Perspektiven auf das Leben im und am Wasser.
Wer Wert auf Natur, Ruhe und intensive Tierbegegnungen legt, findet im Okavango-Delta einen der eindrucksvollsten Orte Botswanas. Die Kombination aus unberührter Wildnis, kleinen, meist sehr persönlichen Camps und der besonderen Atmosphäre eines großen, pulsierenden Deltas macht jede Reise hierher zu einem nachhaltigen Erlebnis.
Weiterführende Informationen zum Okavango Delta
Wie ist die medizinische Versorgung vor Ort?
Die medizinische Versorgung in Botswana ist gut und vor allem deutlich besser als in vielen anderen afrikanischen Ländern. Dennoch lässt sich der Standard mit dem in Europa nicht vergleichen. Die Wege vom Unfallort bis in eine Klinik sind lang und auch in den touristischen Zentren wie Maun und Kasane ist die medizinische Versorgung nur spärlich möglich. Besondere Vorsicht ist für Reisende geboten, die mit Vorerkrankungen reisen möchten. Dringend zu empfehlen ist ein ausreichender Auslandskrankenschutz mit integriertem Krankenrücktransport nach Deutschland.
Durchfallerkrankungen
Die meisten Durchfallerkrankungen können vermieden werden, zumal der Standard in den Lodges und Camps sehr hoch ist. Wichtig ist hierbei auch, nur Wasser aus der Flasche und niemals aus der Leitung zu trinken. Notfalls muss abgekochtes Wasser benutzt werden. Auch zum Reinigen des Geschirrs oder zum Zähneputzen sollten Reisende Trinkwasser nutzen. Nahrungsmittel werden am besten gekocht oder wenigstens selbst geschält. Händewaschen schützt überdies vor einem allzu hohen Erkrankungsrisiko.
Malaria
Im nördlichen Okavango Delta ist Malaria ein Problem bzw. besteht dort ein hohes Risiko der Ansteckung. Dieses Risiko besteht vor allem in der Regenzeit und ist in den Monaten Juni bis Oktober deutlich geringer. In den östlichen Landesteilen Botswanas ist auch in der Regenzeit das Risiko für eine Ansteckung mit Malaria niedriger. Die südlichen Landesteile um Tshane und Gaborone sind frei von dieser Krankheit. Die Prophylaxe erfolgt in Deutschland rechtzeitig vor Antritt der Reise und mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Der Tropenmediziner berät gern dazu. Außerdem ist es empfehlenswert, einen Vorrat an Medikamenten mit auf die Reise zu nehmen. Wer vor Ort vorsorgen möchte, sollte unbedingt helle und körperbedeckende Kleidung tragen sowie auf einen ausreichenden Insektenschutz vor allem in der Dämmerung und nachts achten.
Impfungen
Des Weiteren sind folgende Impfungen wichtig:
- Gelbfieber (Die Impfung ist nur für Reisende gefordert, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen. Wer direkt aus Deutschland einreist oder über Südafrika, Zimbabwe oder Sambia nach Botswana gelangt, muss keinen Impfnachweis erbringen.)
- Tetanus
- Diphterie
- Keuchhusten (Pertussis)
- Kinderlähmung (Polio)
- Mumps
- Röteln
- Pneumokokken
Die genannten Impfungen entsprechend dem durch das Robert-Koch-Institut vorgeschriebenen Standardschutz, der schon bei Kindern aufgebaut wird. Dazu kommen empfohlene Impfungen gegen Herpes Zoster und Influenza. Als spezielle Reiseimpfungen kommen Hepatitis A und B, Meningokokken, Tollwut und Typhus hinzu.
Welche Reisehinweise, Impfungen und Prophylaxen sind zu beachten?
Entspannt reisen kann nur derjenige, der auch gesundheitlich vorgesorgt hat. Gerade in afrikanischen Ländern stellt sich die Frage nach der Gefahr durch Malaria, dazu kommen einige andere Erkrankungen und Erreger, gegen die sich Besucher schützen sollten. Wichtig: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Januar 2019 erklärt, dass ein fehlender Schutz gegen Masern eine Bedrohung für die globale Gesundheit darstellt. Für Reisen nach Botswana wird die Impfung gegen Masern daher ausdrücklich empfohlen, auch wenn sie noch nicht verpflichtend vorgeschrieben ist.
Moremi Game Reserve
Das Moremi Game Reserve ist mehr als 5000 km² groß und soll die Übergangszone zwischen Kalahari Wüste und Okavango Delta schützen. Es gibt permanente Wasserläufe und Dauerlagunen, teilweise sind einige Gebiete komplett überschwemmt und es bilden sich Sümpfe. Die Gewässer sind sehr sauber und klar, an den Ufern stehen Bäume. Die Gegend präsentiert sich ein wenig wie ein Paradies, in dem sich weite Grasflächen mit Parklandschaften abwechseln, welche wiederum langsam zum Kalahari-Festland übergehen. Die Trockenlandschaft dort ist geprägt durch das Großwild, das sich in den Mopanewäldern, Sandfeldern und Akaziensavannen wohlfühlt.
Chiefs Island
Diese größte Insel im Okavango Delta misst etwa 1000 km² und wurde nach Chief Moremi benannt. Dieser nutzte die Gegend einst als sein persönliches Jagdrevier, was ungefähr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Fall war. Seit den 1970er Jahren zählt die Insel zum Moremi Wildschutzgebiet. Straßen und feste Häuser gibt es hier nicht, es herrscht ein Verbot für deren Errichtung. Die Insel zeichnet sich durch ihren spärlichen Bewuchs aus, der einen interessanten Kontrast zum Rest des Deltas darstellt. Besucher finden Grassteppen ebenso vor wie Mopanewälder und Savannen, in denen Schirmakazien das Bild bestimmen.
Was sind die Highlights und Sehenswürdigkeiten des Okavango Deltas?
Besucher des Okavango Deltas bekommen nicht die üblichen touristischen Highlights zu sehen, die aus Kulturbauten wie Kirchen und Museen bestehen. Es sind weniger die Gebäude, die die Region so fantastisch und interessant machen, es ist einzig und allein die Landschaft. Wenngleich natürlich klar ist, dass auch die Lodges und Camps durchaus sehenswert sind, so stellen sie doch kein Highlight im üblichen Sinne dar. Doch wer einmal seinen Urlaub hier im Delta verbracht hat, weiß, was jeder, der nicht hier sein kann, verpasst. Die Vielfalt der Tiere ist einfach unglaublich und es ist etwas völlig Anderes, diese in freier Wildbahn und hautnah zu erleben, als sie einfach nur im Tierpark bewundern zu können. Gerade der Aspekt des „hautnahen Erlebens“ wird hier großgeschrieben. Wer mit dem Kanu einen schmalen Fluss entlangfährt und das immer in der Erwartung, die „Großen Fünf“ zu sehen, erlebt die Tour ganz anders als Safariteilnehmer in anderen Regionen, die in Autos sitzen und stets die Sicherheit einer Glasscheibe zwischen sich und den Tieren wissen. Dabei achten die Guides streng darauf, dass die Gäste nicht in gefährliche Situationen gebracht werden und legen die Zeiten für geführte Touren entsprechend dem natürlichen Verhalten der Tiere.
Folgende Sehenswürdigkeiten müssen unbedingt besucht werden:
Wo und wie kann man im Okavango Delta übernachten?
Wer als Reisender derart intensiv die Natur erleben kann, möchte verständlicherweise nicht in einem herkömmlichen Hotel nächtigen. Hier sind es Camps und Lodges, die Besuchern zur Verfügung stehen. Das Interessante daran ist, dass beim Bau der Unterkünfte hohe Ansprüche an die Umweltverträglichkeit umgesetzt worden sind. Das Okavango Delta ist ein empfindliches Ökosystem, das unbedingt im Gleichgewicht gehalten werden muss. Wer im Camp im Okavango Delta übernachtet, bekommt natürlich dennoch einen hohen Standard und besten Service geboten. Der Komfort lässt hier nicht zu wünschen übrig! Wer sich für das Okavango Delta Camping interessiert, muss auch nicht fürchten, dass die Unterbringung in einem einfachen Zelt sein wird, wie es von hiesigen Campingplätzen bekannt ist. Die Zelte sind stilvoll und elegant und haben mit einem bekannten Campingurlaub nur noch das Wort „Zelt“ gemeinsam.
Was gibt es im Okavango Delta zu sehen?
Wer sich die Okavango Delta Karte ansieht und hier ein Ziel für einen Ausflug bestimmen soll, wird sicherlich kaum wissen, wohin die Tour am besten führen sollte. Generell dreht sich natürlich alles um die Naturschönheiten sowie die genannten Big Five, die bei Aktivitäten zu Wasser und zu Land kennenzulernen sind. Neben den Löwen, Büffeln und Elefanten sind aber auch Afrikanische Wildhunde zu sehen, verschiedene Vögel, dazu kommen Antilopen und Krokodile. Bei einer Safari im Okavango Delta fühlen sich die meisten Besucher wie in einen riesigen Tierpark versetzt, denn scheinbar gibt es hier sämtliche Tiere, die überhaupt bekannt sind. Wer besonders viel Glück im Gepäck hat, sieht ein Löwenrudel, welches sich schwimmend durch diese berühmtem Feuchtgebiete Afrikas bewegt und auf diese Art von einer Insel zu nächsten gelangt.
Anreise ins Herz des Deltas und Fortbewegung vor Ort
Tor zum Okavango-Delta ist in der Regel die Stadt Maun. Sie liegt am südlichen Rand des Deltas und verfügt über einen internationalen Flughafen, der von verschiedenen Flughäfen im südlichen Afrika aus erreichbar ist. Von hier aus geht es meist per Kleinflugzeug weiter in die einzelnen Gebiete, oft direkt bis zu einer Sandpiste neben dem ausgewählten Camp. Der kurze Flug eröffnet einen ersten Eindruck vom Ausmaß des Deltas. Aus der Luft wird das Netz aus Kanälen und Lagunen besonders gut sichtbar.
Bei einer Reise durch das Delta ist man häufig auf eine Kombination aus Geländewagen, Boot und Kleinflugzeug angewiesen. Straßen gibt es nur am Rand, im Herzen des Deltas sind Fahrwege oft nur saisonal befahrbar oder sie wechseln je nach Wasserstand. Viele Gebiete sind ausschließlich auf dem Luftweg erreichbar. Gerade diese relative Abgeschiedenheit trägt dazu bei, dass große Teile des Okavango-Deltas ihren Wildnischarakter bewahren konnten.














